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Trainingseinheit Lebensfreude 3
Lebensfreude in Dauer-Aktion?
Kennen Sie auch Menschen, die niemals die Beine still halten können? Die immer etwas vorhaben müssen? Die am liebsten sonntags ins Büro gehen würden, weil die einzige Zeit, die sie als wertschöpfend empfinden, die Arbeitszeit ist? Oder solche, die sich einem regelrechten Freizeitstress-Marathon hingeben, um möglichst nichts zu verpassen? Sind Sie vielleicht sogar selbst auch so ein Mensch?
Ein Stück weit ist diese Mentalität Teil unserer Alltagskultur geworden und es ist schon fast ein Kunststück, sich davon nicht mitreißen zu lassen. Aber ist in dieser Hektik wirklich noch Platz für echtes (Er-)Leben, für tief empfundene Lebensfreude? Kann man diesen gierigen Konsum von Erlebnissen, dieses nahezu hysterische Lebenszeit-Füllen nicht viel eher als einen Rausch betrachten, mit dem wir am eigentlichen Leben, am eigentlichen Genießen – an der eigentlichen Lebensfreude vorbeirauschen?
Lebensfreude im Wandel
Zugegeben, manchmal ist es eine Überwindung, den Fuß vom Gas zu nehmen und einfach innezuhalten. Manchmal ist es schwierig, sich auf die kleinen Schönheiten des Alltags zu konzentrieren und nicht im Geiste schon dem nächsten Erlebnis-Kick hinterher zu eilen. Manchmal scheint es viel weniger attraktiv, die Hände in den Schoß zu legen und sich der Ruhe hinzugeben, anstatt mit Freunden die große Sause zu erleben. Manchmal ist es nahezu unmöglich, die Stapel von Arbeit zu ignorieren, die schon längst erledigt werden sollten. „Manchmal“ ist das auch vollkommen in Ordnung, schließlich ist das Leben Bewegung und ständiger Wandel.
Mehr Lebensfreude im Alltag: Tempo drosseln!
„Es gibt wichtigeres im Leben, als ständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“ (Mahatma Gandhi)
Wir müssen in Bewegung bleiben, wenn wir nicht ganz den Anschluss verlieren wollen. Aber wenn wir Lebensfreude erleben wollen und unser Leben ganz bewusst, Augenblick für Augenblick wahrnehmen möchten, sollten wir nicht im Dauer-Sprint hindurch jagen, immer in der Angst, etwas zu verpassen, sondern Momente der Ruhe, des Nichts-Tuns fest in unsere alltäglichen Abläufe integrieren – und vor allen Dingen genießen! Haben wir einmal unser schlechtes Gewissen abgelegt, wenn wir faul herum lümmeln, ist die Zeit nicht vertan, sondern im Gegenteil sehr gut genutzt!
Lebensfreude-Trainingseinheit Nr. 3:
- Legen Sie einmal bewusst die Angst vor der Ruhe ab – üben Sie sich im Nichts-Tun – lassen Sie den lieben Gott einfach mal einen guten Mann sein! Mal ehrlich: verpassen Sie wirklich irgendetwas, wenn Sie sich zwischendurch aus dem Getümmel des Alltags heraus hebeln?
- Ruhe schenkt Kraft – und Übersicht! Lassen Sie Ihrem Kopf genügend Zeit, Erlebtes zu verdauen und sich setzen zu lassen.
- Nicht mehr, sondern bewusst erleben ist die Devise. Schenken Sie Ihrem Alltag mehr Tiefe, indem Sie die Quantität Ihrer Eindrücke reduzieren, dafür aber intensivieren.
Lebensfreude360 07.04.2010, 17.18
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"Lebensfreude stärkt unsere Stärken und schwächt unsere Schwächen."
Ernst Ferstl
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