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Lebensfreude im Alpenland
Lebensfreude gejodelt
Das Jodeln, das im Alpenland gepflegt wird, ist ursprünglich eine Form der Kommunikation. Früher wurden damit die Unwegsamkeiten der Berge und Täler überwunden. Der Jodler war auch ein Lockruf, mit dem Senner ihre Herden zusammenhielten.
Doch mit einem herzhaften Jodler bringen die Menschen in den Alpenländern auch ihre Lebensfreude zum Ausdruck. Jodeln ist eine Form der Sprache, die keine Grammatik kennt, kein Vokabular benötigt und nicht übersetzt werden muss. Jeder, der in den Alpen einen Jodler vernimmt, spürt automatisch die Lebensfreude, die mitklingt. „Sag mir, wie du jodelst, und ich sag dir, wie es dir geht“, so lautet eine Redensart in den Bergen.
Lebensfreude: mit der Seele singen
Eigentlich ist Jodeln Gesang, der nur vordergründig Kehlkopf und Stimmbändern entspringt. Tatsächlich aber entstammt er der Seele selbst. Im Jodler drückt sich immer auch das Gefühl des Singenden aus. Und die meisten Jodler vermitteln den Zuhörern Freude. Diese Freude ist wie das Echo in den Bergen – der Ausdruck der Freude kehrt zum Singenden zurück. Somit findet im Wechselspiel des Sängers und der Zuhörer auch ein Wechselspiel menschlicher Gefühle ihren Ausdruck. Ausgelassenheit und pure Lebensfreude können so nicht nur vermittelt, sondern auch ausgetauscht werden. Ich, selbst gebürtiger Bayer, habe noch nie einen weinenden Jodler gehört.
Wen wundert es da, dass das Wort „Jodeln“ etymologisch von „Johlen“ oder „Jubeln“ abstammt? Übrigens: Wussten Sie, dass in den Alpenländern so genannte Jodel-Seminare abgehalten werden? Jodeln kann man also lernen – vielleicht auch die damit verbundene Lebensfreude?
Lebensfreude360 12.09.2011, 11.24
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"Lebensfreude stärkt unsere Stärken und schwächt unsere Schwächen."
Ernst Ferstl
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